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BÜRGERSTIFTUNG ERLANGEN

Bürger engagieren sich für Bürger

Flüchtlingshilfe

Dienstag, 26.02.2019, 18 Uhr, Rathausplatz: Öffentlicher Kerzenmarsch mit Kundgebung

Die Erlanger Stadtspitze bietet in einem Schreiben an die Bundeskanzlerin und die Bayerische Staatsregierung an, weitere Flüchtlinge aufzunehmen. Die Bürgerstiftung unterstützt die Initiative der Stadt Erlangen mit einem Kerzenmarsch.

In den Jahren 2014 und 2015 gingen die Bilder vom Leid vieler Flüchtlinge um die Welt, aber auch die Bilder von großer Hilfsbereitschaft und menschlicher Wärme in unserem Land. An der Not der Flüchtlinge hat sich seither nichts geändert: Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, war noch nie so hoch wie heute. Ende 2017 waren laut UN Flüchtlingshilfe 68,5 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Allein in 2018 ertranken im zentralen Mittelmeer im Schnitt jeden Tag sechs Menschen bei dem Versuch das Meer zu überqueren.

Nach wie vor sind in unserem Land und speziell in Erlangen viele Menschen bereit, ehrenamtlich zu helfen. Doch leider ist politisch an die Stelle der Humanität in weiten Teilen Europas die Abschottung getreten. Schiffe, auf denen Flüchtlinge aus der Gefahr im Mittelmeer gerettet wurden, werden auf unwürdige Weise von Hafen zu Hafen und von Land zu Land geschickt.

Zweifelsohne: Die Schlepperbanden handeln skrupellos und schlagen aus der Not der Flüchtlinge Profit. Doch es ist ebenso unmenschlich, Fluchtrouten zu schließen, sichere Fluchtwege zu verweigern und damit Menschen erst in die Hände der Schlepperbanden zu treiben. In dieser Situation die Seenotrettung zu erschweren und zu kriminalisieren bedeutet, den tausendfachen Tod im Mittelmeer in Kauf zu nehmen.

Kerzenmarsch am 26. Februar

Mit Beschluss des Stadtrats hat Erlangen sich zum „Sicheren Hafen“ erklärt und damit die Bereitschaft signalisiert, einen Beitrag zu Humanität und Verantwortung zu leisten. Die Bürgerstiftung Erlangen engagiert sich für alle Bürger gleichermaßen und möchte diesem Vorstoß der Stadtspitze noch mehr Präsenz in der öffentlichen Wahrnehmung geben.


Wer wir sind

Vor über 100 Jahren entstand in Amerika die erste „Community Foundation“, eine Stiftung, deren Kapital nicht von einer Familie, einem Adelsgeschlecht oder einem Unternehmen aufgebracht wurde, sondern die Wissen und Kapital von vielen einzelnen Stiftern bündelte, um regionale Probleme zu lösen. Seit dem Ende des letzten Jahrhunderts begann sich die Idee auch in Deutschland durchzusetzen. 2003 war es auch in Erlangen so weit. Maßgeblich vom damaligen Oberbürgermeister Dr. Balleis initiiert, wurde eine Stiftung gegründet, die ausdrücklich von jeglicher Kontrolle und Einflussnahme durch staatliche Instanzen, politische Organisationen und einzelne Stifter frei sein sollte: Die Bürgerstiftung Erlangen war geboren.

Foto: © wildworx / Fotolia

Wir sind nicht allein: In Deutschland gibt es inzwischen mit wachsender Tendenz über 400 Bürgerstiftungen. Unseren dreißig Gründungsstiftern haben sich seither rund 120 weitere Stifter und Stiftungsfonds hinzugesellt. Sie sind Teil einer aktiven Bürgerschaft und stellen sich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung. Unser Stiftungskapital – bei der Gründung rund 200.000 Euro – das ungeschmälert erhalten bleiben muss und nicht ausgegeben werden darf wird zum Jahreswechsel 2018/2019 voraussichtlich (ohne Rücklagen) die Sechs-Millionen-Grenze überschreiten.

Stifter, Stiftungsrat und Vorstand wollen das Engagement und die Selbsthilfe der Erlanger untereinander fördern und nach dem Motto „Bürger für Bürger“ überall da helfen und unterstützen, wo Not am Mann ist.

Die Bürgerstiftung Erlangen unterliegt der regelmäßigen Aufsicht der Mittelfränkischen Bezirksregierung. Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat der Bürgerstiftung Erlangen schon bald nach der Gründung sein „Gütesiegel" verliehen. Wir unterwerfen uns alle drei Jahre erfolgreich der strengen Prüfung durch den Bundesverband und dürfen das Siegel seither ununterbrochen führen.

Unterstützen können Sie die Stiftung mit Geldzuwendungen (Zustiftungen oder Spenden) oder mit Ihrem persönlichen Einsatz und Ihrem Wissen.

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